gelesen, Kulturtipps
Schreibe einen Kommentar

Umberto Eco – Der ewige Faschismus

Faschismus und Totalitarismus, Integration und Intoleranz, Migration und Europa, Identität, das Eigene und das Fremde – die zentralen Begriffe in Umberto Ecos fünf Essays könnten kaum aktueller sein. Gerade in ihrer zeitlichen Distanz zeigt sich die Stärke von Ecos Gedanken: Losgelöst vom tagesaktuellen Geschehen, scheinen in ihnen die überzeitlichen Strukturen auf, die unserem Denken und Handeln zugrunde liegen. Präzise, wortgewandt und gespickt mit persönlichen Erinnerungen rufen seine Texte die komplexe Geschichte der Herausforderungen wach, vor denen wir heute stehen.

Umberto Eco wurde am 5. Januar 1932 in Alessandria (Piemont) geboren und starb am 19. Februar 2016 in Mailand. Er zählte zu den bedeutendsten Schriftstellern und Wissenschaftlern der Gegenwart. Sein Werk erscheint im Hanser Verlag, zuletzt u.a. “Die Fabrikation des Feindes und andere Gelegenheitsschriften” (2014), “Nullnummer” (Roman, 2015), “Pape Satàn. Chroniken einer flüssigen Gesellschaft oder Die Kunst, die Welt zu verstehen” (2017) und “Auf den Schultern von Riesen. Das Schöne, die Lüge und das Geheimnis” (2019).

Mit “Der ewige Faschismus” zeigt Eco, was für ein riesiger Fehler es ist, Faschismus als ausschließlich historisches Phänomen zu begreifen. Und damit erscheint das Buch wohl genau zur richtigen Zeit. Beeindruckend und emfehlenswert!

Wir verlosen ein Exemplare. Senden Sie uns bis zum 16.03.2020 eine E-Mail mit dem Betreff „Der ewige Faschismus“ an verlosung@sanitaetshaus-aktuell.info.