Ratgeber, Ausgabe 03 / 2019, Die Aktuelle, Versorgung / Pflege
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Ratgeber Inkontinenz

Harn- und Stuhlinkontinenz betreffen in Deutschland rund neun (!) Millionen Menschen aller Altersgruppen. Die vielfältigen Gründe für diese weitverbreitete Folgeerkrankung reichen von physischen Veränderungen, Auswirkungen operativer Eingriffe bis hin zu Nachwirkungen einer Geburt. Jedoch ist Inkontinenz nach wie vor ein Tabuthema und viele Betroffene gehen aus Scham nicht zum Arzt. Dabei kann den Patienten in den meisten Fällen mit der passenden Therapie und den notwendigen Hilfsmitteln geholfen werden. Das SANITÄTSHAUS AKTUELL Magazin hat sich für Sie umgehört und nachgehakt.

Text und Interviews: Christian Sujata

Eine Frage, die sich viele stellen, ist: Wann ist eigentlich jemand inkontinent? Die Antwort könnte lauten: sofort ab Geburt, denn jeder von uns kommt inkontinent zur Welt. Doch im Laufe der Zeit lernen wir, unsere Ausscheidungen bewusst zu kontrollieren. Als inkontinent bezeichnen wir also Menschen, die aus verschiedenen Gründen nicht mehr ihren Harn oder Stuhl (ausreichend) kontrollieren können.

Wahrscheinlichkeit für Inkontinenz steigt mit dem Alter

Es gibt dabei zwei Arten von Inkontinenz: Harninkontinenz und Stuhlinkontinenz. Bei einer Harninkontinenz können Sie den Urinfluss aus dem Körper nicht kontrollieren. Der Urin fließt also unbeabsichtigt aus der Blase. Bei einer Stuhlinkontinenz hingegen können Sie den Abgang von Winden, Schleim, flüssigem oder festem Stuhl nicht bewusst zurückhalten. Die Wahrscheinlichkeit für die Erkrankung steigt mit dem Alter. Doch auch junge Menschen können schon betroffen sein, vor allem junge Frauen, die bereits ein Kind geboren haben. Die Harninkontinenz betrifft deutlich mehr Frauen als Männer. Bei der Stuhlinkontinenz sind junge Frauen vor allem bei den schwereren Formen häufiger betroffen, im Alter gleicht sich dies aber wieder aus.

Inkontinenz ist behandelbar!

Sowohl aus Scham als auch aus Unwissenheit ziehen sich Betroffene zurück, was zu Vereinsamung und seelischer Belastung führt. Woran kann das liegen? Aufgrund der Tabuisierung und dem daraus resultierenden Mangel an Informationen glauben viele Betroffene, dass Inkontinenz nicht behandelbar ist. Doch das stimmt nicht: Mit geeigneten Therapien und auf die jeweilige Inkontinenzform abgestimmten Hilfsmitteln lässt sich eine deutliche Verbesserung der Symptome und somit der Lebenssituation der Betroffenen erzielen. Für jede Form gibt es geeignete Therapien, moderne saugende und ableitende Inkontinenzprodukte, die bequem, unauffällig und sicher in allen Lebenslagen schützen, oder operative Verfahren. Jeder Betroffene sollte wegen einer Diagnose und einer eventuellen Verordnung von Inkontinenzprodukten zunächst zum Arzt gehen. Daneben unterstützen die care team-Experten in den Sanitätshäusern Patienten sowie Angehörige bei der Auswahl und in der Anleitung des passenden Hilfsmittels und beraten sie bei allen Fragen zum Leben mit Inkontinenz, um eine qualitative Versorgung zu gewährleisten.

Bei neurogenen Erkrankungen: Blase und Darm gemeinsam betrachten!

Bei Patienten mit neurogenen Erkrankungen sollte beispielsweise recht früh mit einem individuellen gemeinsamen Blasen- und Darmmanagement begonnen werden. Neurogen bedingte Störungen der Blasen- und Darmfunktion finden sich zumeist bei Patienten, die unter einer Schädigung des zentralen oder peripheren Nervensystems leiden. Zu diesen Krankheitsbildern gehören vor allem Menschen mit einer Querschnittlähmung, Spina bifida oder auch Multipler Sklerose, aber auch viele andere. Bei der Blase kann es zu einer Harnentleerungsstörung mit riskanter Restharnbildung kommen sowie zu Harninkontinenz. Im Darm führen die Schädigungen des Nervensystems zu Störungen der Transport-, Entleerungs-
oder Verschlussfunktion, mitunter auch in Kombination. Damit Betroffene sich auch wirklich regelmäßig katheterisieren, gibt es für fast jedes Bedürfnis und für jede Situation den richtigen Katheter: vom Einmalkatheter in Standardlänge über Kompaktkatheter für Männer und Frauen bis hin zum Katheter-Set mit integriertem Beutel.

Transanale Irrigation verschafft dauerhaft Erleichterung

Auch in Hinblick auf den Darm gilt es, Funktionsstörungen frühzeitig auszumachen und zu reagieren, bevor ernsthafte Probleme auftauchen. Bei manchen Patienten helfen schon Veränderungen der Ess- und Trinkgewohnheiten, um eine geregelte Darmentleerung zu unterstützen. Auch mangelnde Bewegung, Stress, ein unregelmäßiger Tagesablauf oder bestimmte Medikamente können die Darmfunktion beeinträchtigen. Wenn Ernährungs- und Verhaltensumstellung, orale Therapien und rektale Maßnahmen nicht (mehr) ausreichen, kann eine transanale Irrigation (der Darm wird durch Instillieren von Wasser über einen Rektalkatheter in den Dickdarm entleert) vielen Betroffenen dauerhaft Erleichterung verschaffen. Regelmäßig angewandt verhindert diese Methode Verstopfung und ungewollten Stuhlverlust. Der Patient erlangt die Kontrolle über seinen Darm zurück und ist dadurch wieder deutlich unabhängiger und unbeschwerter in seiner Lebensgestaltung. Da die regelmäßige Darmentleerung mittels transanaler Irrigation Stuhlinkontinenzphasen verhindert, minimiert sie somit auch das Risiko von Harnwegsinfekten.

Anspruch gegenüber der Krankenkasse

Inkontinenz ist eine von der WHO anerkannte Krankheit und kann als Folge von verschiedenen Grunderkrankungen auftreten. Damit fällt sie in die Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenkassen. Wenn Sie betroffen sind, haben Sie also einen Anspruch gegenüber Ihrer Krankenkasse auf eine aufzahlungsfreie, individuelle und medizinisch notwendige Versorgung mit Inkontinenzhilfen sowie auf die zugehörige Dienstleistung. Wichtig für eine reibungslose Kostenübernahme der Krankenkasse ist, dass auf Ihrem Rezept ein Hinweis auf den Versorgungsgrund, die genaue Größe, Stückzahl und der Versorgungszeitraum angegeben werden.

DIE UNTERSCHIEDLICHEN FORMEN DER HARNINKONTINENZ

BELASTUNGSINKONTINENZ
Bei einer Belastungsinkontinenz verlieren Sie bei körperlicher Belastung häufig unfreiwillig Urin, manchmal auch nur tröpfchenweise. Diese Form wird unterteilt in drei Schweregrade: Inkontinenzgrad 1 (Urinverlust auch ohne körperliche Belastungen, beispielsweise im Liegen), Inkontinenzgrad 2 (Urinverlust bei leichten Körperbewegungen, wie Hinsetzen, Aufstehen oder Gehen, und abrupten Bewegungen) und Inkontinenzgrad 3 (Urinverlust durch Lachen, Niesen oder Husten). Ursachen sind eine Schädigung des Schließmechanismus der Harnröhre durch eine Bindegewebsschwäche, vaginale Entbindungen, Unterleibsoperationen, schwere körperliche Belastungen (Übergewicht, chronischer Husten, Verstopfung etc.), Atemwegserkrankungen, Operation am Beckenboden und Hormonmangel bei der Frau bzw. Entfernung der Prostata beim Mann.

DRANGINKONTINENZ
Bei einer Dranginkontinenz müssen Sie sehr häufig und plötzlich auf Toilette. Oft verlieren Sie dabei unfreiwillig Urin. Es gibt zwei Formen der Dranginkontinenz: die sensorische und die motorische. Ursachen der sensorischen Dranginkontinenz sind Irritationen der Blasenschleimhaut oder des Blasenauslasses. Sie tritt meist im Zusammenhang mit Harnwegsinfektionen, aber auch mit Blasensteinen oder Tumoren auf. Ursachen der motorischen Form der Dranginkontinenz sind meistens Erkrankungen oder altersbedingte Veränderungen des Gehirns oder des Nervensystems. Sobald der Druck in der Blase steigt, spüren Sie einen starken Harndrang; ihr Gehirn ist jedoch nicht in der Lage, die Blasenentleerung ausreichend zu hemmen, und es kommt zu einem schwallartigen Harnabgang. Die Dranginkontinenz ist die mit Abstand häufigste Form der Harninkontinenz bei Männern, egal in welchem Alter.

ÜBERLAUFINKONTINENZ
Bei einer Überlaufinkontinenz können Sie die Blase nicht bewusst ausreichend entleeren. Da sie sich immer weiter füllt, wird der Druck so groß, dass es zum plötzlichen Überlaufen und somit zum unkontrollierbaren Urinverlust kommt. Ursache kann eine Einengung der Harnröhre sein, beispielsweise durch Harnsteine oder eine Bindegewebsschwäche. Zum anderen kann der Blasenmuskel zu schwach sein, um die Blase vollständig zu entleeren, beispielsweise aufgrund neurologischer Erkrankungen oder der Einnahme bestimmter Medikamente.

MISCHINKONTINENZ
Hierbei treten sowohl die Symptome der Dranginkontinenz sowie der Belastungsinkontinenz auf. Die Symptome beider Inkontinenzformen können unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

REFLEXINKONTINENZ
Bei einer neurogenen Blase verlieren Sie unfreiwillig Urin ohne vorherigen Harndrang. Sie sind nicht in der Lage, den Urinfluss anzuhalten. Ursache ist eine Schädigung der Nervenimpulse zwischen Gehirn und Rückenmark, die für die Blasensteuerung verantwortlich sind, beispielsweise nach einer Querschnittslähmung. Dabei können die Nervenimpulse nicht mehr die Kontraktionen der Blasenmuskulatur hemmen.

LACHINKONTINENZ
Bei einer Lachinkontinenz führt Lachen zu einer nicht steuerbaren kompletten Blasenleerung, obwohl vorher kein Harndrang zu spüren war. Anders als bei der Belastungsinkontinenz löst beim Lachen aber nicht der Druck im Bauchraum den ungewollten Urinabgang aus, sondern ein Reflex. Die Ursache wurde bisher nicht erforscht, man geht von einer erblich bedingten Fehlfunktion im Gehirn aus.

EXTRAURETHRALE INKONTINENZ
Hierbei herrscht ein ununterbrochener Abgang von Urin über die falschen Ausgänge. Ursachen sind eine angeborene Fehlbildung der unteren Harnleiter oder die Bildung von Urinfisteln (durch chronische Darmentzündungen, Operationen, Geburten oder Bestrahlungen).

DIE UNTERSCHIEDLICHEN FORMEN DER STUHLINKONTINENZ

MUSKULÄRE STUHLINKONTINENZ
Bei einer muskulären Inkontinenz verlieren Sie häufig unbeabsichtigt Stuhl. Ein aktives Zurückhalten durch „Zukneifen“ des analen Schließmuskels ist nicht mehr im ausreichenden Maß möglich, da die Kraft des Schließmuskels zu gering ist oder er nicht mehr vollständig erhalten ist. Ursachen sind eine Schädigung des Schließmuskels durch eine Operation, eine Ausstülpung des Darms, chronische Verstopfung oder eine angeborene Fehlbildung.

NEUROGENE STUHLINKONTINENZ
Bei einer neurogenen Inkontinenz können Sie den Stuhlabgang häufig nicht mehr selbst kontrollieren. Ursache ist die Folge einer Funktionsstörung im Rückenmark oder Gehirn, die auftreten kann durch einen Schlaganfall, bei Tumoren, Multipler Sklerose, Spina bifida, degenerativen Erkrankungen, Querschnitt oder peripheren Nervenschädigungen.

SENSORISCHE STUHLINKONTINENZ
Bei dieser Stuhlinkontinenz können Sie den Stuhldrang und die Stuhlform nicht mehr oder nicht rechtzeitig wahrnehmen. Dies führt zu unkontrollierbarem Abgang von Stuhl und Winden. Ursache ist eine Störung der sensiblen Wahrnehmung der Schleimhaut des Analkanals durch neurologische Erkrankungen, Hämorrhoiden oder Operationen.

ÜBERLAUFINKONTINENZ
Bei einer Überlaufinkontinenz verlieren Sie häufig kleine Mengen Stuhl. Diese können auch als reines Stuhlschmieren empfunden werden. Vor den Toilettengängen spüren Sie häufig einen starken Stuhldrang, sodass Sie den Toilettengang nicht aufschieben können. Ursache ist eine Stuhlentleerungsstörung, die durch einen erhöhten Schließmuskeldruck oder eine Blockade durch stark verdickten Stuhl ausgelöst wird.

STUHLINKONTINENZ DURCH VERLUST DER SPEICHERFUNKTION
Bei dieser Stuhlinkontinenzform müssen Sie sehr häufig zur Toilette gehen. Dabei kann es vorkommen, dass Sie den Stuhlabgang nicht kontrollieren können. Ursache für den Verlust der Speicherfunktion (auch: Reservoirverlust), also eine Verringerung des Darmanteils, sind Operationen mit Teilentfernung des Mastdarms, beispielsweise aufgrund einer Tumorentfernung oder chronisch-entzündlichen Darmerkrankung.

Interview

„Durch den Erfolg der Versorgung wird auch der Umgang mit der eigenen Erkrankung ein besserer!“

SANITÄTSHAUS AKTUELL Magazin: Frau Bauer, woran merkt man eigentlich, dass man selbst inkontinent ist?

Silke Bauer: Beispielsweise, wenn man beim Lachen, Niesen oder schweren Heben plötzlich seinen Blaseninhalt nicht mehr kontrollieren kann und kleine Mengen Urin lässt. Dann ist eine beginnende Inkontinenz vorhanden.

SANITÄTSHAUS AKTUELL Magazin: Wenn jemand also von Inkontinenz betroffen ist, wie gelangt er dann an Sie, an das Sanitätshaus?

Interview mit Silke Bauer, Teamleiterin Homecare beim Sanitätshaus Treitschke in Zwickau, über die Versorgung von Harninkontinenz-Patienten. (© Treitschke GmbH)

Interview mit Silke Bauer, Teamleiterin Homecare beim Sanitätshaus Treitschke in Zwickau, über die Versorgung von Harninkontinenz-Patienten. (© Treitschke GmbH)

Silke Bauer: Zum einen kann sich der Betroffene diskret und vertrauensvoll direkt an einen unserer Experten in einer unserer Filialen wenden. Dort erfährt er, welche Hilfsmittel für ihn infrage kommen und wie er zu einer ärztlichen Verordnung kommt. Es gibt bei uns zudem die Möglichkeit, telefonisch per Hotline mit erfahrenen Inkontinenzberatern zu sprechen und eine Bedarfsermittlung zu machen. Und selbstverständlich können auch Beratungstermine zu Hause beim Patienten vereinbart werden.

SANITÄTSHAUS AKTUELL Magazin: Handelt es sich bei Ihren Inkontinenzpatienten ausschließlich um ältere Menschen?

Silke Bauer: Nein, das kann man so nicht sagen. Inkontinenz tritt bei Jüngeren zwar seltener auf, aber sie macht vor keiner Altersgruppe Halt. Das geht los bei behinderten Kindern, die nicht trocken werden, und geht weiter bei Jugendlichen, als Folge eines Unfalls oder einer Multiplen Sklerose.

SANITÄTSHAUS AKTUELL Magazin: Ist die Versorgung von jüngeren Patienten komplizierter?

Silke Bauer: Die ist in jedem Fall schwieriger. Allein, weil die Art der Versorgung viel individueller sein muss als bei älteren Menschen. Das fängt damit an, dass man die geeignete Größe der Hilfsmittel findet. Dann ist es wichtig, dass die pflegenden Angehörigen, in den meisten Fällen die Eltern, mit der Art der Versorgung einverstanden sind. Auch die Bereitschaft der Krankenkassen bei der Kostenübernahme von jungen Menschen fällt sehr unterschiedlich aus. Während einige Kassen sehr großzügig bei der Budgetierung sind, gewähren andere nur eine geringe Mindestpauschale, wodurch es immens schwierig wird, eine geeignete Versorgung zu finden, die keine horrenden Mehrkosten für die Angehörigen erzeugt.

SANITÄTSHAUS AKTUELL Magazin: Bei der Inkontinenzversorgung kommen sehr unterschiedliche Hilfsmittel zum Einsatz.

Silke Bauer: Das geht los bei kleinen Vorlagen für Urininkontinenz, die viele aus der Werbung kennen, bis hin zu saugfähigen Windeln und großen anatomischen Vorlagen, die hauptsächlich bei bettlägerigen Patienten zum Einsatz kommen. Recht beliebt sind außerdem Pants, die wie die normale Unterwäsche hoch- und runtergezogen werden können, einen sehr guten Tragekomfort bieten und besonders für mobile Patienten gut geeignet sind. Da diese hin und wieder noch selbstständig den Gang zur Toilette schaffen, können sie die Pants mehrfach verwenden.

SANITÄTSHAUS AKTUELL Magazin: Anders als bei einer Kompressionstherapie oder der Versorgung mit Orthesen wird der Bereich Inkontinenz in der Öffentlichkeit meist tabuisiert. Warum ist das so?

Silke Bauer: Es ist für die Betroffenen meist eine große Hürde, anders als bei vielen anderen Erkrankungen, über ihre Behinderung zu reden und somit zuzugeben, dass so etwas Alltägliches wie Intimes bei ihnen nicht mehr richtig funktioniert. Genau deshalb sind bei uns erfahrene Fachkräfte am Werk, die mit den Betroffenen und deren Versorgung sehr vertrauensvoll und diskret umgehen. Männer haben meist das größere Problem, damit offen umzugehen. Man vermutet, dass das unter anderem daran liegt, dass Frauen bereits seit Jugendalter durch ihre Menstruation mit ähnlichen Hygieneartikeln vertraut sind.

SANITÄTSHAUS AKTUELL Magazin: Wie schaffen Sie es dennoch, auch den Männern ein Sicherheitsgefühl zu geben, damit sie aus der Deckung kommen?

Silke Bauer: Wenn der Erstkontakt erst mal gemacht wurde, dann fühlen sich auch die männlichen Patienten gut und sicher bei uns aufgehoben. Wir haben Patienten, die kommen für ihre Versorgung bereits seit Jahrzehnten monatlich oder quartalsweise zufrieden zu uns. Die Hilfsmittel, die mittlerweile enorm saugfähig und geruchsabsorbierend sind, sorgen dafür, dass sie mit einem enormen Sicherheitsgefühl weiter am öffentlichen Leben teilnehmen können. Durch den Erfolg der Versorgung wird auch der Umgang mit der eigenen Erkrankung ein besserer!

SANITÄTSHAUS AKTUELL Magazin: Ein schöner Schlusssatz, Frau Bauer. Herzlichen Dank!

Mehr über das Sanitätshaus mit dem lächelnden Gesicht erfahren Sie auf der Seite: www.treitschke-zwickau.de

Welche weiteren HILFSMITTEL (von anatomisch geformten VORLAGEN, SLIPS und Hosen über Bettschutzeinlagen und ANALTAMPONS bis hin zu KONDOMURINALEN und KATHETERN) bei Harn- oder Stuhlinkontinenz zum Einsatz kommen, erfahren Sie auf der ganz neuen Seite:www.diskretundwichtig.de

Falls Sie selbst nicht betroffen sind, können Sie dort zudem präventiv und anonym einen Inkontinenz-Selbsttest per Fragebogen machen.

TIPPS, UM DIE BESCHWERDEN EINER BLASENSCHWÄCHE ZU LINDERN
  • TRINKEN Sie ausreichend und regelmäßig, mindestens 1,5 BIS 2 LITER PRO TAG. (Übrigens: Ob Sie ausreichend getrunken haben, merken Sie daran, dass Ihr Urin tagsüber fast klar ist und keine Gelbfärbung zeigt.)
  • VERMEIDEN Sie harntreibende Getränke wie KAFFEE, BIER oder SCHWARZEN TEE.
  • ERNÄHREN Sie sich gesund und ausgewogen. BALLASTSTOFFE können dazu beitragen, dass Ihr BECKENBODEN durch eine regelmäßige Darmentleerung ohne zusätzliches Pressen geschont wird.
  • Achten Sie auf Ihr KÖRPERGEWICHT, denn haben Sie zu viel davon, belasten Sie Ihren Beckenboden über Gebühr zusätzlich.
  • BEWEGEN Sie sich regelmäßig und ausreichend. Wechseln und erneuern Sie Ihre HILFSMITTEL regelmäßig.
  • Besonders wichtig: Suchen Sie bei Beschwerden sofort einen ARZT auf.

Bildnachweise: © istockphoto.com/stevecoleimages/AlexanderNovikov/Vect0r0vich/Tharakorn/bortonia,