Orthopädietechnik, Ratgeber
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Informationen zur Erkrankung Osteoporose

Ratgeber Osteoporose

Bei der Stoffwechselerkrankung Osteoporose kommt es zum Abbau von Knochenmasse, wodurch die Knochen an Stabilität verlieren und vermehrt Knochenbrüche auftreten können. Osteoporose (häufiger als Knochenschwund bekannt) tritt auch als Folgeerkrankung auf, allein 20 Prozent der Patienten mit rheumatoider Arthritis entwickeln später eine Osteoporose.

Welche modernen Hilfsmittel bei einer Osteoporose-Erkrankung zum Einsatz kommen, erfahren Sie im aktuellen Katalog “Technik am Menschen” (entweder online oder in Ihrem regionalen Sanitätshaus) der Sanitätshaus Aktuell AG.

Die schmerzhafte Krankheit betrifft überwiegend ältere Menschen und wird meist durch einen Hormonmangel in den Wechseljahren ausgelöst. Generell erkranken Frauen fünfmal häufiger als Männer. Experten schätzen, dass sich die Zahl der Erkrankten in den nächsten 40 Jahren verdoppeln wird. „In den meisten Fällen wird Osteoporose erst dann diagnostiziert, wenn bereits ein Knochen gebrochen ist“, sagt Roswitha Dietzel, Physiotherapeutin und Expertin für Osteoporose des Deutschen Verbandes für Physiotherapie (ZVK). Die Krankheit sollte so früh wie möglich erkannt und mit gezielten Maßnahmen behandelt werden, um den fortschreitenden Knochenschwund zu stoppen“, so Dietzel weiter. Dazu gehört – genau wie bei Rheuma und Arthrose – allen voran die Bewegung. Sie bekämpft den Schmerz und löst Reize aus, die
den Knochenstoffwechsel anregen.

 

 

So können Sie Osteoporose vorbeugen

Kalziumreiche Ernährung: Nehmen Sie täglich 1000 mg Kalzium mit der Nahrung auf, denn der Körper kann diesen Knochenbaustein nicht selber bilden. Sehr kalziumreich sind Milchprodukte (fettarme Milch, Joghurt, Hartkäse), grünes Gemüse (Brokkoli) und Obst (Kiwi). Grundsätzlich gilt: Ältere Menschen brauchen weniger Kalorien, aber genauso viele Vitamine und Mineralstoffe wie früher.

Sonne und Vitamin D: Damit das Kalzium in die Knochen eingelagert werden kann, benötigt der Körper Vitamin D. Dieses wird mithilfe von
Sonnenlicht in der Haut gebildet. Vitamin D kann auch über  ahrungsmittel
wie Seefisch, Eier und Butter aufgenommen werden.

Regelmäßige Bewegung: Geeignet sind alle Trainingsarten, die den ganzen Körper fordern und gut tun, wie zum Beispiel Aqua Gymnastik, Nordic Walking, Yoga oder Fahrradfahren

Knochenräuber meiden: Vermeiden Sie Genussgifte wie Alkohol,
Nikotin und Koffein. Nikotin stört die Durchblutung der Knochen und
vermindert die Produktion der Geschlechtshormone sowie damit den
Aufbau von Knochenzellen. Keine Radikal-Diäten: Durch radikale Diäten wird der Knochenstoffwechsel gestört. Die Gefahr von Knochenbrüchen
steigt. Ältere Menschen sollten Untergewicht vermeiden.

© Deutscher Verband für Physiotherapie

© Deutscher Verband für Physiotherapie

Die Knochen werden wieder kräftiger und widerstandsfähiger. Jedoch nicht Auswirkung auf die Knochen. Sie müssen einer relativ intensiven Belastung ausgesetzt werden, damit die Zellen im Knochen aktiviert werden. Dafür ist ein ständiger Wechsel von Zug und Druck der Muskulatur auf den Knochen notwendig. Dementsprechend zählt Krafttraining zu einer der besten Trainingsmethoden in der Behandlung von Osteoporose. Es wirkt sich positiv auf die Knochendichte und auch auf die Körperhaltung aus. Um die Gefahr von Stürzen zu vermindern und den damit zusammenhängenden Knochenbrüchen vorzubeugen, sollte ergänzend ein Koordinationstraining durchgeführt werden. Ziel ist es hierbei, vor allem die Gleichgewichtsfähigkeit und das Reaktionsvermögen zu verbessern. Eine gute Möglichkeit, dies mit Spaß und Freude zu trainieren, ist das Tanzen. Bewegungen während des Tanzens sind sehr dynamisch und wirken sich positiv auf die Knochenstruktur aus.

Mit der steigenden Lebenserwartung unserer Gesellschaft häufen sich auch Krankheiten, wie Arthrose, Osteoporose oder Rheuma. Doch das ist kein Grund zur Panik. Werden diese Erkrankungen früh erkannt und richtig behandelt, kann ihr Verlauf abgemildert und somit die Folgen für den Patienten verringert und ein gutes Leben bis ins hohe Alter ermöglicht werden. Mit der richtigen Dosis an Bewegung kann diesen Krankheiten sogar effektiv ein Riegel vorgeschoben werden.

Bildrechte Headerfoto: ©iStock.com/PeopleImages