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26. März 2018: Bundesweite Anzeigenkampagne gestartet: Initiative „Faktor Lebensqualität“ warnt vor Ausschreibungen für Hilfsmittel

„Nicht am falschen Ende sparen! Nein zu Ausschreibungen“

Krankenkassen schreiben weiterhin die Versorgung mit medizinischen Hilfsmitteln für ableitende Inkontinenz- und Stomapatienten aus. Das ist nach Ansicht der Initiative „Faktor Lebensqualität“ jedoch nicht rechtmäßig. Außerdem gefährden Ausschreibungen die Versorgungsqualität – und damit Gesundheit und Wohlergehen der Betroffenen. Um auf das Problem aufmerksam zu machen, startet die Initiative am 15. März 2018 die bundesweite Anzeigen- und Medienkampagne „Nein zu Ausschreibungen“. Darin erklären Patienten wie etwa Stomaträgerin Sabrina B., was sie von Ausschreibungen halten: „Ich will nicht, dass wichtige Leistungen meiner Kasse und sensible Versorgungen wie z.B. die Stomaversorgung öffentlich ausgeschrieben werden, nur um Geld zu sparen. Die Wahlfreiheit für Produkte und Versorger muss unbedingt bleiben!“ 

Warnung an Krankenkassen: Nicht das Patientenwohl gefährden

Ausschreibungen in den sensiblen Bereichen der Stoma- und ableitenden Inkontinenzversorgung gefährden das Wohl und die Gesundheit der Patienten, weil sie zur Kostenreduzierung Versorgungen standardisieren. Die Patienten sind jedoch aufgrund ihrer Erkrankung immer wieder auf eine intensive Beratung und individuelle Betreuung angewiesen, die hierdurch leider eingeschränkt wird. Außerdem schränken Ausschreibungen die Wahlfreiheit der Betroffenen erheblich ein.

Nach Ansicht der Initiative „Faktor Lebensqualität“ verstoßen Ausschreibung darüber hinaus gegen geltendes Recht und die Absichten des Gesetzgebers bei der Verabschiedung des Heil- und Hilfsmittel-Versorgungsgesetzes (HHVG). Die Neuregelung sieht eindeutig vor, dass Ausschreibungen nicht zulässig sind, wenn Hilfsmittel individuell angefertigt werden müssen oder die Versorgung mit einem hohen Dienstleistungsanteil verbunden ist. Dies trifft zweifelsohne auf die ableitende Inkontinenz- und Stomaversorgung zu.

Um die Verantwortlichen möglichst direkt anzusprechen, wird die Anzeige auf Großflächen-Plakaten vor allem vor den Hauptsitzen der Krankenkassen und vor Kliniken geschaltet. Ebenfalls erscheint sie in Publikums- und Fachmedien sowie online. Mit einer Postkarten-Petition können sich Betroffene außerdem direkt an ihre Krankenkasse wenden.

Weitere Informationen, die Anzeigenmotive und Postkarten gibt es zum Download unter: www.faktor-lebensqualitaet.de

Begleitet wird die Kampagne auch auf www.facebook.com/faktorlebensqualitaet