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Malakeh – Sehnsuchtsrezepte aus meiner syrischen Heimat

Die Sprache so fremd. Die Heimat fast 4.000 Kilometer weg. Malakeh Jazmati denkt oft wehmütig an Syrien und an Damaskus, wo sie geboren wurde. Dann öffnet sie ihr Gefrierfach und viele kleine Beutelchen purzeln heraus. Sie duften nach Heimat. Nach Minze, Kardamom und Koriander. Und sie zaubern ein strahlendes Lächeln auf das Gesicht der jungen Köchin. Denn Malakeh lässt sich nicht unterkriegen. Im Gegenteil. Ihr Allheilmittel gegen Heimweh heißt: kochen, essen, feiern. So kennt sie das von zu Hause. Wo man zusammensitzt und gemeinsam speist. Wo Kultur und Tradition von einer Generation auf die nächste in Form von Rezepten weitergegeben werden. Deshalb sind ihre Weinblätter mit Hackfleisch und Reis genau so, wie sie das von ihrer Mutter und Großmutter gelernt hat: ganz dünn und klein. Und zu den knusprigen Fladenbrotchips mit Reis und Sesam-Joghurt-Sauce lädt sie vielleicht die Nachbarn aus Deutschland ein. Dann gibt es nicht nur ein Fest für die Augen, sondern auch einige Geschichten dazu. Was die Farbe Weiß mit dem neuen Jahr zu tun hat z.B. oder woher die Bezeichnung „Tabouleh“ stammt. Und warum eine Frau erst mal die Kunst der Kibbeh-Zubereitung beherrschen muss, bevor sie heiraten darf.

Malakehs atemberaubend schönes Buch (Hardcover, 192 Seiten l 34,00 €) ist im ZS Verlag erschienen.