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gelesen: Alessandro D'Avenia - So unergründlich wie das Meer

Liebeserklärung an das Leben und an Palermo

Frederico hat einen großartigen Sommer vor sich, in wenigen Tagen wird er zu einem Studienaufenthalt nach England aufbrechen. Die Welt steht ihm offen. Doch kommt es zu einer Begegnung, die Fredericos Leben umwirft: Don Pino zeigt ihm das Viertel Brancaccio, das fest in der Hand der Cosa Nostra liegt und von rücksichtsloser Gewalt und bitterer Armut geprägt ist. Dem Jungen wird klar, wie wenig er seine eigene Stadt kennt, ihm eröffnet sich durch Don Pinos Augen und dessen Einsatz für die Menschen des Viertels eine neue Welt. Er beschließt in Palermo zu bleiben und zu helfen. Auch die Mafia, die ihn brutal zusammengeschlagen hat und massiv bedroht, kann ihn nicht abhalten, denn er hat sich in die schöne Lucia verliebt, ein Mädchen des Viertels, deren Liebe unerreichbar scheint …

Der Roman “So unergründlich wie das Meer” ist gleichermaßen spannend und erschütternd, dabei allerdings in einer wunderschönen, vielschichtigen Sprache beschrieben, die verhindert, dass der Leser das Buch wieder zur Seite legen kann, bevor er es durch hat. Der gelungene Roman (Gebundene Ausgabe, 352 Seiten l 21,99 €) von  Alessandro D’Avenia ist nun im btbt Verlag erschienen.