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Harry Baer – Das musste ausgerechnet mir passieren

“Mit Harry Baer, einem Namen, den er Fassbinder verdankt, tauchte ich noch einmal ein in eine Zeit, die mir vertraut war und eine Welt, die mir immer fremd geblieben war. Sein Buch ist oft mehr Zeitgeschichte als Filmgeschichte, eine Chronik der BRD in den Fünfziger- und Sechzigerjahren. Das Leben spielt in der tiefsten Provinz, im Herzen unseres Landes. Das Fürchten kommt mit RWF. Die Insider-Stories aus dieser Truppe sind zwar schon oft erzählt worden, aber selten so von innen her und ohne Eitelkeit wie bei Harry Baer. Für den Leser aber ist das, so unmittelbar und schonungslos beschrieben, ein großer Gewinn.” (Volker Schlöndorff)

Im Kosmos des europäischen Autorenfilms im Allgemeinen und dem “Neuen Deutschen Film” im Speziellen ist Harry Baer ein Superstar auf Augenhöhe mit Bruno Ganz, Hanns Zischler, Rüdiger Vogler oder Dieter Laser. Außerhalb dieses Kosmos, kennen ihn in Deutschland nicht (mehr) viele. Und das ist mehr als schade und unverdient. Harry Baer lieferte bereits vor 38 (!) Jahren mit “Schlafen kann ich, wenn ich tot bin. Das atemlose Leben des Rainer Werner Fassbinder.” erstmals ein autobiografisches Werk ab, in dem sich fast alles um sein Zusammenwirken mit Fassbinder drehte. Der bedeutendste deutsche Filmemacher der vergangenen 90 Jahre rückt in “Das musste ausgerechnet mir passieren” nun etwas in den Hintergrund und ist trotzdem omnipräsent im Leben von Harry Baer. Dabei sind gerade die Zeiten vor dem Zusammentreffen und seit dem frühen Tod Fassbinders 1982, entdeckenswerte Passagen. Sehr lesenswert. Die spannende, von Michael Töteberg herausgegebene Autobiografie Baers ist jetzt im belleville verlag (368 Seiten, broschiert, 4-farbig, 100 Fotos und Abb. | 28,00 €) erschienen.

Wir verlosen ein Exemplar. Senden Sie uns bis zum 28.08.2020 eine E-Mail mit dem Betreff „Baer“ an: verlosung@sanitaetshaus-aktuell.info