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gelesen: Rachel Kushner – Flammenwerfer

Ein erzählerisches Naturereignis

1975: Die Hobby-Motorradrennfahrerin Reno kommt nach einem Rekordversuch auf den großen Salzseen nach Manhattan, um in die kreativ explodierende Künstlerszene SoHos einzutauchen. In einer Welt, in der die Grenzen zwischen Leben und Kunst verschwimmen, trifft sie auf eine Schar von Träumern, Revoluzzern und Phantasten: Unter ihnen auch Sandro Valera, erfolgreicher Konzeptkünstler und exzentrischer Erbe einer italienischen Reifen- und Motorrad-Dynastie, in den sie sich verliebt. Aber bei einem Besuch bei seiner Familie in deren Sommerresidenz am Comer See gerät sie in einen Strudel aus Verwicklungen.

Als der Roman „Flammenwerfer“ (Rowohlt, 560 Seiten l Hardcover, 22,95 €) 2013 in New York erschien, löste er ein unbeschreibliches Echo unter Rezensenten und Autoren aus. Von Jonathan Franzen über Joshua Ferris zu Colum McCann – unterschiedlicher könnten die Romanciers nicht sein, einheitlicher nicht die Ansicht, dass “Flammenwerfer” im Sturm über alle vorgefassten Meinungen, was heute einen guten Roman auszumachen habe, hinwegfegt und all seine Leser mitreißt und begeistert. Nun wurde der Roman der 47-jährigen Kushner auch in Deutschland veröffentlicht. Auch bei uns reichen die Pressestimmen von „brillanter Gesellschaftsroman“ (DIE ZEIT) über „Wild, intellektuell, europäisch und amerikanisch“ (Süddeutsche Zeitung) bis hin zu „Wer hätte gedacht, dass Coolness derart mitreißen kann?“ (Frankfurter Rundschau). Kushner studierte Literatur und kreatives Schreiben in Berkeley und an der Columbia University, und sie arbeitete als Redakteurin für diverse Kunst- und Literaturmagazine.