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gesehen: Bernhard Sinkel - Väter und Söhne

Fernsehmeilenstein von Bernhard Sinkel

Geheimrat Carl Julius Deutz, Gründer der Farben- und Teerfabrik, regiert Firma wie Familie mit unerbittlicher Autorität. Doch trotz seines Widerstandes, können sein Sohn Friedrich und der geniale Chemiker Heinrich Beck die Gründung der Interessengemeinschaft der deutschen Teerfarbenindustrie die „IG“, betreiben. Friedrich lässt während des Ersten Weltkrieges Giftgas herstellen. In den Nationalsozialisten sehen die Manager der „IG“ eine große Chance. Heinrich Beck verspricht, alles zu liefern, was diese für die Kriegsvorbereitungen benötigen. Im Osten baut Beck eine riesige Anlage zur Gewinnung von Flugbenzin. Arbeitskräfte kommen aus einem nahegelegenen Lager namens Auschwitz.

Die schicksalhafte Geschichte der Familie Deutz von 1911 -1947 –  Ihre Intrigen und Liebschaften, wirtschaftlichen Erfolge, großen Erfindungen und Verbrechen ist nun bei Studio Hamburg erneut auf DVD erschienen. Das vierteilige Fernsehmeisterwerk stammt von Bernhard Sinkel (“Berlinger”, “Lina Braake”, “Kaltgestellt”), einem der renommiertesten Regisseure des Neuen Deutschen Films. “Väter und Söhne” weist eine Darstellerriege auf, von der heutige Fernsehproduktionen nur träumen können: Burt Lancaster (“Der Gefangene von Alcatraz”), Julie Christie (“Doktor Schiwago”), Bruno Ganz (“Das Messer”), Rüdiger Vogler (“Im Lauf der Zeit”), Dieter Laser (“Das blaue Palais”), Martin Benrath (“Der Laden”), Hannes Jaenicke (“Abwärts”), Katharina Thalbach (“Die Blechtrommel”) und Tina Engel (“Das zweite Erwachen der Christa Klages”). Als Bonusmaterial warten auf die Zuschauer Erinnerungen an Väter & Söhne – Interview mit Regisseur Bernhard Sinkel sowie Schaltstelle der Macht – Das IG-Farben Haus in Frankfurt.