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gelesen: Eric Ambler - Die Angst reist mit

Eric Ambler – Die Angst reist mit

Der englische Ingenieur Graham hat soeben Gespräche mit hochrangigen türkischen Regierungsmitgliedern beendet, als in seinem Hotelzimmer auf ihn geschossen wird. Panisch flieht er und tritt heimlich die Überfahrt von Istanbul nach Genua auf einem Passagierdampfer an, wo er einer bezaubernden französischen Tänzerin begegnet, einem ungepflegten Geschäftsmann, einem mysteriösen Arzt aus Deutschland und einem kleinen, brutalen Mann, der einen zerknitterten Anzug trägt. Die Überfahrt entpuppt sich als Albtraum, in dem Freund und Feind nicht voneinander zu unterscheiden sind. Und diesmal kann Graham nicht fliehen.

Eric Ambler, geboren 1909, gehört zu den Begründern des klassischen Noir- und Spionagethrillers und wurde für seine Arbeit vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Order of the British Empire, der ihm 1981 von Königin Elisabeth II. verliehen wurde. Eric Ambler starb 1998 in London.

Ambler hat im 20. Jahrhundert die vielleicht besten, anspruchsvollsten und komplexesten Bücher dieses Genres überhaupt geschrieben, trotzdem erfuhr er speziell in Deutschland nie die gebührende Anerkennung. Mehr als lobenswert ist es deshalb, dass der Atlantik Verlag (Hoffmann und Campe Verlag) nun nach und nach alle seine 18 Meisterwerke neu veröffentlicht, nachdem diese jahrelang nur antiquarisch zu erwerben waren. “Die Angst reist mit” (Taschenbuch, 320 Seiten l 12,00 €) ist ab sofort erhältlich. Die SANITÄTSHAUS AKTUELL Magazin-Kulturredaktion urteilt: Absolut lesenswert. Mehr Identifikation zwischen Leser und Hauptfigur als Ambler, schaffte noch niemand.