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gelesen: Karine Tuil - Die Zeit der Ruhelosen

Die Zeit der Ruhelosen

Der Aufstieg des brillanten Managers François Vély scheint unaufhaltsam. Bis seine Exfrau sich aus dem Fenster stürzt, als sie erfährt, dass er wieder heiraten will. Der Tragödie folgt die Entdeckung, dass seine neue Lebensgefährtin in eine Affäre mit einem Offizier verstrickt ist, der völlig traumatisiert aus Afghanistan heimkehrt. Außerdem wird Vély ein Mediencoup zum Verhängnis, man bezichtigt ihn des Rassismus und Sexismus. Als er persönlich und beruflich am Ende ist, ergreift ausgerechnet der Politiker Osman Diboula Partei für ihn — dabei ist Diboula bekannt als Wortführer gegen eine weiße gesellschaftliche Elite. Wenige Wochen später kommt es im Irak zu einer Begegnung aller Beteiligten, die für Vély fatale Konsequenzen hat.

Furios erzählt Karine Tuil von Menschen, die getrieben sind von dem Wunsch nach Anerkennung, Geld und Macht — und beinah tragisch daran scheitern. Ein grandioses Gesellschaftspanorama unserer Zeit. Für die Redaktion des SANITÄTSHAUS AKTUELL Magazins ist Tuils Buch (Hardcover mit Schutzumschlag, 512 Seiten l 24,00 Euro) schon jetzt eines der Werke des Jahres. Das Buch ist im Ullstein Verlag erschienen.