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gelesen: Robert Musil - Die Verwirrungen des Zöglings Törleß

Die Verwirrungen des Zöglings Törleß

Ein Militär-Internat zur Zeit der Donaumonarchie: Die Kadetten Törleß, Reiting und Beineberg überführen ihren Mitschüler Basini des Diebstahls und missbrauchen ihn als Versuchsobjekt. Robert Musils berühmte Schülergeschichte aus dem Jahr 1906 erzählt nicht nur von den Unsicherheiten und Abgründen der Pubertät, sondern auch von den Gewaltpotentialen am Vorabend des Ersten Weltkriegs. 1966 von Volker Schlöndorff verfilmt, ist Musils Roman eine bis heute aktuelle Parabel über Gleichgültigkeit und Gewalt.

Robert Musil wurde am 6. November 1880 in Klagenfurt geboren. Von 1903 bis 1908 studierte er in Berlin Philosophie, Psychologie, Mathematik und Physik und promovierte mit einer Arbeit über Ernst Mach.1906 erschien sein Erzähldebüt ›Die Verwirrungen des Zöglings Törleß‹, 1930 der erste Teilband seines unvollendeten Roman-Projekts ›Der Mann ohne Eigenschaften‹. 1938 emigrierte Musil nach Zürich. Die letzten Lebensjahre verbrachte er fast mittellos in Genf, wo er am 15. April 1942 starb.

Sein Debüt-Meisterwerk “Die Verwirrungen des Zöglings Törleß” (224 Seiten,
FISCHER Taschenbuch l 10,00 €) wurde nun neu bei Fischer Klassik veröffentlicht.