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Das melancholische Mädchen

Auf der Suche nach einem Schlafplatz streift das melancholische Mädchen durch die Großstadt. Unterwegs begegnet sie jungen Müttern, die ihre Mutterschaft als religiöses Erweckungserlebnis feiern, findet Unterschlupf bei einem abstinenten Existentialisten, für den Sex „auch nur noch ein Markt“ ist, und wartet in einer Drag Bar „auf das Ende des Kapitalismus“. Ihr Versuch, ein Buch zu schreiben, scheitert am ersten Satz des zweiten Kapitels, und sie findet keinen Platz zwischen Kunstgalerien, Yoga-Studios und den Betten fremder Männer. Statt sich zu bemühen hineinzupassen, fängt das Mädchen an, ihre Depression als Politikum zu betrachten.

In 15 komischen Begegnungen erforscht „Das melancholische Mädchen“ unsere postmoderne Gesellschaft zwischen Prekarisierung und Self Marketing, serieller Monogamie und Neo-Spiritualität, Ernüchterung und Glückszwang. Susanne Heinrichs Debütfilm verbindet Pop und Theorie, Feminismus und Humor – und ist voll von Sätzen, die man in Neonbuchstaben auf Werbetafeln leuchten sehen will.

Mit „Das melancholische Mädchen“ gelang Schriftstellerin Susanne Heinrich letztes Jahr der überraschendste und unangepassteste europäische Film des gesamten Jahres. Großartig und sehr empfehlenswert! Grandios und souverän in der Tielrolle: Marie Rathscheck

Wir verlosen ein DVD-Exemplar. Senden Sie uns bis zum 30.04.2020 eine E-Mail mit dem Betreff „Melancholie“ an: verlosung@sanitaetshaus-aktuell.info