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Birte Förster – 1919. Ein Kontinent erfindet sich neu

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs schien für einen kurzen Moment in Europa alles möglich. Und viele nutzten die Gunst der Stunde für einen Neuanfang: Staaten, Organisationen und Parteien wurden gegründet, man stritt über Rätesystem und parlamentarische Demokratie, das Frauenwahlrecht wurde eingeführt. Die Gründung des Völkerbundes sollte künftige Kriege verhindern. Gleichzeitig formierten sich jedoch neue, für Europas Zukunft fatale Bewegungen: 1919 gründet Mussolini in Mailand den Faschistenbund, Lenin in Moskau die Dritte Kommunistische Internationale. Und in einigen Regionen des Kontinents, im Baltikum z. B., war der Krieg noch keineswegs zu Ende.

Birte Förster, geb. 1973, ist Historikerin und lehrt an der Technischen Universität Darmstadt sowie an der Universität Bremen; sie schreibt u. a. für die FAZ. Ihr Buch 1919. Ein Kontinent erfindet sich neu ist ein stark erzähltes Buch, das auch Zeitgenossen wie Harry Graf Kessler, Virginia Woolf, Viktor Klemperer, Käthe Kollwitz und Franz Kafka zu Wort kommen lässt. Es entsteht das Panorama einer einzigartigen Phase des Neuanfangs, in der sich auch bahnbrechende Entwicklungen in Wissenschaft, Kunst und Kultur vollzogen: vom Dadaismus über die Relativitätstheorie bis hin zum ersten Atlantikflug.

Das großartige, lesenswerte Buch ist jetzt im Reclam Verlag (Geb. mit Schutzumschlag. Format 15 x 21,5 cm, 234 S. | 20,00 €) erschienen.

Wir verlosen ein Exemplar. Senden Sie uns bis zum 28.02.2019 eine E-Mail mit dem Betreff „1919“ an verlosung@sanitaetshaus-aktuell.info.