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gehört: Wanda - Niente

Wanda zum Dritten

Immer und immer wieder leuchtet ein Album Ende 2014 in den Jahres-Bestenlisten und in den Kritikercharts: “Amore“ der österreichischen Band Wanda. Die Platte hält sich dann auch spektakuläre 102 Wochen in den Österreichischen Albumcharts. Der Nachfolger “Bussi“ aus dem Jahr 2015 hlandet auf Platz 1 und Wanda werden endgültig zum popkulturellen Phänomen. Der Schriftsteller Rainald Goetz bemüht eine Textzeile dieser Band und bekennt sich in seiner Dankesrede für den Georg Büchner Preis im November 2015 als jemand der auch „für Amore steht“.

Mit “Niente“, dem legendär schwierigen dritten Album, geht die Reise weiter. Die Vergangenheit, Nostalgie und das Leben in allen Spielarten wird besungen, mehr denn je als abgeschlossenes Opus. Die zwölf Nummern bedienen und bedingen sich gegenseitig. Die Themen der Vorgänger finden sich auch auf “Niente“: Wien, Schmäh, Kindheit, Tod und Leidenschaft. Doch erübrigt sich eine Klassifizierung. “Niente“ ist nicht bemüht, Klischees zu bedienen. Neben Balladen und energiegeladenen Songs finden sich bezaubernde Elemente aus opulenten Arrangements und dem Wienerlied ebenso auf dem Album. Nach den Sturzbächen und Stromschnellen der letzten Jahre ist man am See angelangt, warm und einladend ist die Oberfläche, doch es geht tief hinunter, vielleicht zu tief um wieder aufzutauchen.

Die SANITÄTSHAUS AKTUELL-Kulturredaktion urteilt: Österreich sorgt seit einigen Jahren musikalisch für Furore. Das liegt an vielen innovativen, kreativen und mutigen jungen Musikern, allen voran die Bands „Bilderbuch“, „Kreisky“ und natürlich (schon länger) „Ja, Panik“ um Sänger Andreas Spechtl. Seit drei Jahren gehört dazu auch die  Austropop-Band „Wanda“ aus Wien. Das grandiose dritte Album (als Stream, MP3, CD und Vinyl bei Vertigo Berlin erschienen) versucht erst gar nicht anders zu sein als die beiden Vorgänger. Und genau deshalb werden die vielen Fans es lieben. Absolut hörenswert!