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gelesen: Karin Haß – Fremde Heimat Sibirien

Vom bürgerlichen Leben in die russische Einsamkeit

Fremde Heimat Sibirien

Die Hamburgerin Karin Haß folgte dem Ruf der russischen Taiga – wo die Flüsse im Winter monatelang zufrieren und ein Satellitentelefon die einzige Verbindung zur Außenwelt ist. Nach anfänglichen Paddeltouren durch abgeschiedene Wälder gelangte sie nach Ostsibirien, in ein entlegenes Dörfchen am Oljokmafluss, und beschloss, acht Monate dort zu leben. Dabei lernte sie den harten Alltag der Bewohner kennen, schloss Freundschaften und fand schließlich ihre große Liebe: den Ewenken Slava, der seinen Unterhalt durch Jagd und Fischfang bestreitet.

Das Buch (Malik, 384 Seiten l 14,99 €) ist ein beeindruckender Bericht über eine fremde Kultur, zwei völlig verschiedene Menschen und eine Entscheidung fürs Leben. Karin Haß arbeitete als Buchhändlerin, Industriekauffrau, Betriebswirtin und Programmiererin in Hamburg, bevor sie das Leben in der Großstadt gegen das in der sibirischen Taiga eintauschte.