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gesehen: Die Insel der Krebse

Rarer Kultfilm: Die Insel der Krebse

Der Futurologe Tourenne hat reproduktionsfähige Kleinroboter entwickelt, die auf mechanisch elektronischer Basis darwinistische Überlebenskämpfe bestreiten sollen. Die nach außenhin friedliche Organisation „Atlantis International“ möchte dieses Forschungsprojekt unterstützen will, steckt in Wirklichkeit jedoch mit dem Militär unter einer Decke. Für sie erscheinen die sich selbständig fortbewegenden, sich orientierenden, versorgenden und fortpflanzenden Metallmaschinen als ideale Waffen.

Die metallfressenden Ungeheuer würden sich sämtliches Metall der Gegner einverleiben und damit unschädlich machen und wären unzerstörbar. Tourenne, die Wissenschaftsjournalistin Patricia und ihr Assistent Jim lassen sich auf einer Insel aussetzen, um die Roboter in dieser Umgebung zu beobachten. Doch irgendwann werden die krebsartigen Gebilde für sie zur Lebensbedrohung. Ein Ring am Finger, ein Stück Metall im Mund, die Roboter sind in ihrer Gier nach Metall nicht zu stoppen.

Das ZDF produzierte diesen ungewöhnlichen Science-Fiction Film 1975 nach einer Vorlage von Anatolij Dnjeprow. Der Film spart nicht an Gesellschaftskritik und bietet eine tolle Besetzung auf: Gerd Baltus („PS – Geschichten ums Auto“, „Lorentz und Söhne“), Hans Korte („Einmal im Leben – Geschichte eines Eigenheims“, „Der große Bellheim“), Ursula Grabley („Stahlnetz“, „Der Kommissar“, „Der Alte“, „Derrick“) u. v. a. Die DVD ist jetzt bei Studio Hamburg erschienen.