Stephan Goldmann

Journalist und Triathlet Stephan Goldmann im Gespräch

„Kompressionsstrümpfe geben mir ein gutes Gefühl und Halt nach den Wettkämpfen“

Stephan Goldmann in der SANITÄTSHAUS AKTUELLStephan Goldmann war als Journalist bisher unter anderem für CHIP, PC Direkt und Internet Professionell tätig. Daneben ist er seit 2004 begeisterter Triathlet und versorgt die Menschen auf der Seite triathlon-tipps.de mit Infos, Tipps und Trainingsplänen zum Dreikampf-Sport. Im Interview mit SANITÄTSHAUS AKTUELL verrät er, wie er mit seinem neuen Buch bei Anfängern die Leidenschaft für den Triathlon wecken will und welche Vorteile Kompressionskleidung im Sport bietet.

 

 

Herr Goldmann, mit Ihrem aktuellen Buch „Du kannst Triathlon“ wollen Sie den Lesern zu mehr Spaß und Erfolg beim Dreikampf verhelfen. An wen richtet sich das Buch?

Das Buch richtet sich an den absoluten Anfänger. Das Ziel ist es, dass der Leser anschließend eine Jedermann-Distanz (Anm. d. Red.: 1,5 km Schwimmen, 20 km Radfahren und 5 km Laufen) durchsteht. Das ist die kleinste Triathlonstrecke, die es gibt. Mit dem Buch begleiten wir den Leser dabei und geben Ratschläge zu allen Bereichen wie Vorbereitung, Material und Getränken. Ich hoffe, dass mein Buch auch die Menschen dazu ermutigt selbst an einem Triathlon teilzunehmen, die das schon immer mal wollten, sich aber aus irgendwelchen Gründen bisher nicht getraut haben. Ich bin fest davon überzeugt, dass die meisten Menschen dazu die Fähigkeit haben, nicht umsonst trägt die Distanz den Namen Jedermann-Triathlon. Ich empfehle Anfängern vor der ersten Teilnahme grundsätzlich den Check bei einem Arzt. Wenn der grünes Licht gibt, kann es jeder mit Hilfe des Buches und seinen Willen auch schaffen.

Seit einiger Zeit nutzen Triathleten und andere Läufer das „Textildoping“ Kompressionskleidung. Was sind Ihre Beobachtungen dazu? Nutzen Sie selbst welche?

Ja, ich nutze selbst regelmäßig Kompressionsstrümpfe. Allerdings nicht während, sondern nach anstrengenden Triathlons in der Erholungsphase. Ich habe das Gefühl, dass sie einen sehr guten regenerativen Effekt haben. Auf jeden Falls geben sie mir festen Halt nach dem Wettkampf und fühlen sich einfach gut an. Die Menge an Läufern, die während des Wettbewerbs auf Kompressionsstrümpfe bzw. –stulpen oder gar ganze Kompressionsanzüge setzen, hat sich in den letzten Jahren vervielfacht. Vor allem bei den mittleren und langen Distanzen. Anfänger, die gerne herausfinden möchten, ob Kompressionsstrümpfe für sie zu Beginn schon wichtig sind, rate ich zu einem Besuch einer Laufmesse oder eines Triathlons. Dort stellen Hersteller oft ihre Produkte aus und man hat die Möglichkeit das Material kostenlos auszuprobieren. Mit etwas Glück gewinnt man dort sogar ein Paar bei einer Verlosung oder erhält es als Give-away (Anm. d. Red.: Werbegeschenk).

Bei dem einen oder anderen wird die Frage auftauchen: Warum soll ein gesunder Mensch zu dem Material greifen, das ursprünglich ausschließlich als medizinisches Hilfsmittel galt?

Das Material unterscheidet sich voneinander. Obwohl beides Kompressionsstrümpfe sind, haben die engen Strümpfe aus der Orthopädie nicht wirklich viel gemein mit der „Laufsocke“. Letztere muss viel beweglicher sein, hat Zugentlastungen an bestimmten Stellen, Polsterungen die den Knöchel stützen und die Achillessehne vor Reibungen schützt, eine gedämpfte Sohle und – als besonders wichtiger Punkt – eine perfekte Atmungsaktivität. Sport-Kompressionsstrümpfe haben also ein komplett anderes Knowhow und sind explizit auf den Sport zugeschnitten.

Was sollte man bei der Auswahl der Kompressionsstrümpfe berücksichtigen?

Das Beste ist, man lässt sich von einem Fachmann vorführen, welche Funktionen sie haben und wie man sie anlegt. Das kann man in Sanitätshäusern oder in gut geführten Sportgeschäften machen. Wichtig ist vor allem die exakte Passform. Ich habe mir damals selbst verschiedene Modelle im Rahmen einer Marathonmesse von der Firma CEP vorführen lassen, was für mich sehr lehr- und hilfreich war.

Falls sich jetzt ein absoluter Anfänger dazu entscheidet – mit oder ohne Kompressionsbekleidung – mit dem Laufen zu beginnen, ist die kalte Jahreszeit dafür der richtige Zeitpunkt?

Mit dem Laufen kann man grundsätzlich immer beginnen. Ich würde allerdings dazu raten, bei zu kalten Temperaturen nicht zu lange zu laufen, da die Kälte schlecht für die Lunge ist. Wenn die Temperaturen aber einigermaßen passen und nicht gerade Glatteis herrscht, spricht aus meiner Sicht überhaupt nichts dagegen mit dem Laufen anzufangen.

Was ist Ihr nächster Wettkampf?

Nachdem ich im letzten Jahr, von meiner Hochzeit bis zu meinem Buch, mit vielen anderen Dingen beschäftigt war und das Laufen zurückstehen musste, gehe ich in diesem Jahr beim Rothsee Triathlon wieder auf die olympische Distanz.

» Stephan Goldmanns Buch „Du kannst Triathlon! Der Guide zum erfolgreichen Triathlon-Finish“ ist im Juli 2014 im spomedis Verlag erschienen.

» Mehr Informationen über Stephan Goldmann und den Triathlon-Sport erhalten Sie unter www.trathlon-tipps.de.