Ausgabe 04 / 2015, Die Aktuelle, Herz & Seele, Ratgeber, Sonstiges
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Wie Sie mit Licht in der kalten Jahreszeit Körper und Seele verwöhnen

Mit Licht und Wärme durch den Winter

Schlägt Ihnen der Winter auf‘s Gemüt? Hier erfahren Sie, wie Sie mit kleinen Tricks gesund und wohlig durch die dunklen Monate kommen. Gönnen Sie sich kuschelige Verwöhnmomente mit Licht und Wärme. Trotzen Sie Väterchen Frost und nehmen Sie sich regelmäßig eine Auszeit vom kühlen Winteralltag!

Text: Silke Bromm-Krieger

Sobald der Winter vor der Tür steht, kommen etliche Menschen in das Flensburger Sanitätshaus Krämer, um nach Wärmeprodukten zu fragen. „Wenn’s draußen ungemütlich wird, machen
es sich die Menschen drinnen gern warm und kuschelig“, weiß Geschäftsführer Owe Krämer. Deshalb ist in der kalten Jahreszeit besonders ein Klassiker seines vielfältigen Sortiments gefragt.

Heizkissen lindert Verspannungen

© Anett Brillat, Smart Marketing Flensburg, hfr

© Anett Brillat, Smart Marketing Flensburg, hfr

„Nach wie vor ist die normale Wärmflasche aus Gummi der Renner. Befüllt mit heißem Wasser verbreitet die Flasche eine angenehme Wärme. Aber auch Heizkissen und Angora-Unterwäsche sind bei den Kunden beliebt“, verrät der gelernte Orthopädietechniker. „Wärme tut einfach
gut. Sie fördert die Durchblutung, entspannt die Muskeln, entlastet die Nervenbahnen und hilft wunderbar bei Rücken-, Nacken- und Gelenkbeschwerden“.

Licht als Taktgeber für die innere Uhr

Neben Wärme fehlt vielen Menschen im Winter vor allem eines: Licht. „Wie wichtig es für unser Wohlbefinden ist, merken wir meist erst dann, wenn es nicht mehr da ist. Denn Licht ist Nahrung für die Seele“, stellt Lichtplanerin Sigrid Norkeweit aus Molfsee bei Kiel heraus. Auch bei ihr steigen zum Jahresende die Beratungsanfragen. „Licht hat eine biologische Wirkung. Es ist unser Taktgeber und sorgt dafür, dass wir gut schlafen und am Tag ausgeruht sowie leistungsfähig sind. Ohne ausreichendes Licht gerät unsere innere Uhr schnell aus dem Gleichgewicht. Müdigkeit und Antriebslosigkeit stellen sich ein oder wir reagieren mit depressiven Verstimmungen“, erläutert die Expertin. Die gute Nachricht: Wir können aktiv etwas gegen den Winterblues tun.

Biorhythmus mit Lichtquellen stabilisieren

© Silke Bromm-Krieger

„Um unseren Biorhythmus in der dunklen Jahreszeit zu stabilisieren, ist es am besten, bei klarem Wetter so oft wie möglich draußen an der frischen Luft zu sein und Licht zu tanken. Daneben können im Wohnoder Arbeitsbereich spezielle LED-Lampen mit Tageslichtspektrum
das natürliche Licht im Tagesverlauf zum Teil ersetzen“, informiert Sigrid Norkeweit. Ebenso könne ein Lichtwecker für einen sanften und natürlichen Weckvorgang sorgen und Müdigkeit beim morgendlichen Aufstehen spürbar abmildern. Für Licht-Mangelerscheinungen gibt es im Sanitätshaus spezielle Lichtduschen. Ihr bläuliches Licht hindert die Zirbeldrüse daran, das Schlafhormon Melatonin auszuschütten, durch das der Körper im Winter einen Gang herunterschaltet.

Räume gut ausleuchten

Neben einer Grundbeleuchtung, die für Sicherheit und Orientierung sorgt, ist in den eigenen vier Wänden eine Akzentbeleuchtung wichtig, um sich rundum wohl zu fühlen. Ein Strahler
an der Wand, der das Lieblingsbild stimmungsvoll in Szene setzt, neben dem Lesesessel eine Stehlampe oder eine Leuchte auf der Fensterbank tragen zum Wohlfühllicht bei. „Keiner guckt
gern in dunkle Ecken. Leuchten Sie deshalb Ihre Räume gut aus“, rät Sigrid Norkeweit.
Sanitätshauskundin Angelika Salzwedel aus Itzehoe bekennt: „Ich brauche viel Wärme und Licht und zwar das ganze Jahr!“ Für Licht zur rechten Zeit steht bei ihr auf fast jeder Fensterbank eine kleine Leuchte. „Die mache ich am späten Nachmittag oder abends, wenn es dunkel wird, gleich an. So habe ich immer ein hell erleuchtetes Haus“, erzählt sie. Ebenso schwört sie auf verschiedene Wärmeaccessoires

Körnerkissen zum Wohlfühlen

© Gisela Lemke

© Gisela Lemke

„Schon seit meinem 20. Lebensjahr trage ich Angora-Unterhemden. Diese sind nicht nur etwas für ältere Semester, sondern auch für jüngere Frauen. So gibt es hübsche Spencer mit edler Spitze und Seidenanteil“, berichtet sie. Ein wohlig warmer Kachelofen und dicke selbstgestrickte Wollsocken tragen ebenfalls dazu bei, dass die 64-Jährige ohne zu frösteln durch die Wintermonate kommt. „Auch wenn ich Bandscheibenprobleme habe, hilft Wärme prima. Ich lege mich dann auf ein erwärmtes Körnerkissen“. Zu winterlichen Verwöhnmomenten gehören für Angelika Salzwedel kleine Fluchten aus dem Alltag, sei es bei einer Tasse Tee oder einem heißem Fliederbeersaft mit Honig.

Die Hamburgerin Gisela Lemke zaubert für sich und ihren Mann an dunklen Abenden ein gold-gelbes Lichtermeer aus Kerzen ins Wohnzimmer. „Die sind einfach Balsam für’s Gemüt und duften so schön“, schwärmt sie. Außerdem leistet ihr eine Wärmflasche gute Dienste. „Ich habe im Winter oft kalte Füße. Deshalb liegt bei mir immer eine Wärmflasche im Bett“.