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gelesen: F. Scott Fitzgerald - Früher Erfolg

Früher Erfolg

Wie man 36 000 Dollar im Jahr verprassen kann; Warten Sie nur, bis Sie Kinder haben; Hundert Fehlstarts; Echos des Jazz Age; Der Zusammenbruch‹ – schon die Überschriften dieser Essays widerspiegeln F. Scott Fitzgeralds kometenhaften Aufstieg zu Beginn der Roaring Twenties und den mit der Weltwirtschaftskrise einsetzenden Niedergang. Der jugendliche Überschwang wird bald von schmerzlicher Melancholie abgelöst, wenn auch die Themen stets seine ureigenen sind: Karriere und Misserfolg, Geld und Liebe, Schreiben und Trinken.

F. Scott Fitzgerald, 1896 in St. Paul (Minnesota) geboren, hatte nach den Studienjahren in Princeton mit 24 Jahren sein Ziel erreicht: Sein erster Roman ›Diesseits vom Paradies‹ machte ihn auf einen Schlag berühmt und reich, mit seiner Frau Zelda stand Fitzgerald im Mittelpunkt von Glanz und Glimmer. „Der große Gatsby“, sein heute meistgelesenes Buch, war jedoch ein finanzieller Flop. Alles endete im schrecklichen Kater der Wirtschaftskrise. Alkohol, Zank und Geldprobleme zerstörten die Ehe mit Zelda. Um Geld zu verdienen, ging Fitzgerald 1937 als Drehbuchautor nach Hollywood, wo er 1940 starb.

In „Früher Erfolg“ schreibt der Autor des „Großen Gatsby“ über sich und andere: über seine Erfolge und Miseren, über das Leben mit Zelda und über Schriftstellerfreunde wie Ernest Hemingway. Fünfundzwanzig mal launige, mal schwermütige Betrachtungen, die Fitzgerald selbst als »ungemein persönlich« bezeichnete.  Das tolle Buch (Taschenbuch, 384 Seiten l 12,00 €) sollte in keiner Bibliothek deutscher Fitzgeralds fehlen und ist jetzt im Diogenes Verlag erschienen.