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gelesen: Brian Morton - Das Leben der Florence Gordon

Drei eigenwillige Frauen aus drei Generationen

Drei eigenwillige Frauen aus drei Generationen: Florence Gordon, New Yorker Intellektuelle und seit Jahrzehnten glühende Feministin, ist unverblümt, eitel, stolz – und eine ziemliche Kratzbürste, die fünfundsiebzig Jahre lang so gelebt hat, wie es ihr gefiel. Sie braucht keine Gesellschaft, die sie ohnehin nur von der Arbeit abhalten würde, und als nun ihr Sohn Dan mit seiner Frau Janine und der halbwüchsigen Tochter Emily nach New York kommt, passt ihr das gar nicht. Emily hingegen sucht die Nähe zu Florence, gerade jetzt, wo sie sich von ihrem Freund getrennt hat – und nun auch noch die Ehe ihrer Eltern ins Wanken gerät. Ganz wie ihre Großmutter ist sie beharrlich und kämpferisch. Das gefällt Florence, und vielleicht kann sie Emily an sich heranlassen, eigentlich könnte sie ein wenig Hilfe auch gut gebrauchen – wenn da nur nicht ihr Stolz wäre…

Brian Morton ist mit seinem Buch „Das Leben der Florence Gordon“ (Insel verlag, 334 Seiten l 21,95 €) ein ebenso kluger wie unterhaltsamer und humorvoller Roman über eine Familie sowie ihre eigenwillige Matriarchin, die gar keine sein will, gelungen. Die lebendigen Charaktere geben den Lesern das Gefühl, als liefen sie ihnen in New York an der nächsten Straßenecke über den Weg.