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gelesen: Christian Eichler – 7:1, das Jahrhundertspiel

Als Deutschlands vierter Stern aufging

Fassungslosigkeit. Mitgefühl. Erst später ein benebelter Freudenrausch. Selbst die Sieger wussten nicht, wie sie ihren Triumph über die erfolgreichste Nationalmannschaft der Geschichte bewältigen sollten. Was war mit der Seleção, was war mit den südamerikanischen Ballvirtuosen geschehen? Christian Eichler saß an diesem denkwürdigen 8. Juli 2014 auf der Tribüne des Mineirão-Stadions, sprach unmittelbar nach Abpfiff mit deutschen Spielern. Seine Erzählung der kuriosen 90 Minuten bettet er ein in das Bild zweier sich schneidender Kurven: die der aufstrebenden deutschen und die der einem überholten Fußball verhafteten brasilianischen Mannschaft. Ein Buch für die Liebhaber des schönen Spiels, die damit – doch noch – in die Verlängerung gehen können.

Seit 1989 ist Christian Eichler Sportredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Er wurde mit dem Großen Preis des Verbandes Deutscher Sportjournalisten und zwei Mal mit dem Fairplay-Preis für Sportjournalismus ausgezeichnet. Sein Buch „7:1 – Das Jahrhundertspiel“ (Droemer, 288 Seiten l 12,99 €) lässt die Leser das spektakuläre, unbeschreibliche, zuvor unvorstellbare WM-Halbfinale noch einmal minutiös durchleben. Gekonnt wechselt Eichler dabei zwischen dem Geschehen auf dem Platz und den Geschichten über Spieler, Spiele, Turniere und Anekdoten hin und her.