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gehört: Maurice & Die Familie Summen - Bmerica

Maurice & Die Familie Summen – Bmerica

Afroamerikanischer Soul, 70er Jahre Funk & Groove sowie HipHop, dazu die stets lässige Singstimme des Interpreten führen durch das Album , als wäre es der Soundtrack zu einem zu Unrecht vergessenen Film. Staatsakt-Labelchef und „Die Türen“-Sänger Maurice Summen klingt auf seinem Solo-Debütalbum „Bmerica“ wie ein jüngerer Bruder von Rocko Schamoni, Peter Thiessen oder Frank Spilker. Sein Album klingt gleichzeitig erwachsener und mitunter ernster als seine vielen grandiosen Stücke, die er als Kopf der (aufgelösten?) Türen-Band seiner treuen Hörerschaft präsentierte. Doch auch der Humor kommt auf der vielleicht spannendsten und undeutschesten deutschsprachigen Platte dieses Herbstes nicht zu kurz. Vor allem beweist Summen mit dem Album, dass er endgültig zur Spitze deutscher Texter aufgestiegen ist und auch als „Solokünstler“ überzeugen kann.

„Für mich ist das aber überhaupt kein Solo-Projekt! Fand den Begriff schon immer seltsam. Es stehen bei der Familie Summen mehr Musiker auf der Bühne, als bei jeder anderen Band bei der ich bisher mitgespielt habe! Und das war auch schon bei den Aufnahmen zum Album so…“, gibt der 42-jährige Summen zu verstehen, den man bishereben als Sänger der legendären „Die Türen“ (die sich auch schon mal „Der Mann“ nennen) kannte. Recht hat er!

Zu den Musiker*innen, die sich im Studio und Live die Klinke in die Hand geben, gehören der musikalische Direktor Michael Mühlhaus und Ramin Bijan von Die Türen, die original Dancehall-Caballeros Jérôme Bugnon und Tobi Cordes, Moritz „Melt Trio“ Baumgärtner , Sportsmann Felix Müller, die Saxophonistin Susanne Folk, Trompeter Richard Koch und die Percussionistin und Sängerin Jari Freydank.

Das smarte Album „Bmerica“ von Maurice & Die Familie Summen ist jetzt bei Staatsakt (Universal Music) erschienen.

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