Ausgabe 02 / 2015, Fitness, Ratgeber, Sonstiges, Wellness
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Aquafitness – Schonende Wassergymnastik zum Nachmachen

Aquafitness – Gesundheit im Wasser

Ob als Lebensmittel Nummer eins, Naturschauspiel oder Badespaß – das Element Wasser hat auf den Menschen schon immer eine besondere Anziehungskraft ausgeübt. SANITÄTSHAUS AKTUELL präsentiert Ihnen Übungen mit der Poolnudel, die für Freude sorgen.

In Zusammenarbeit mit dem Diplom-Sportlehrer und Buchautor Christian Kunert stellt Ihnen SANITÄTSHAUS AKTUELL ausgesuchte Wassergymnastik-Übungen vor. Dazu gibt es Tipps von Schwimmweltmeister Mark Warnecke.

Bitte nachmachen: Schonende Wassergymnastik-Übungen mit der Poolnudel, die Spaß machen und für Freude sorgen

Das Element Wasser hat auf den Menschen schon immer eine besondere Anziehungskraft ausgeübt – egal, ob als Lebensmittel Nummer eins, Naturschauspiel oder Badespaß. Auch im Gesundheitssport erfreut es sich zunehmender Beliebtheit. Gesundheitsgymnastik im Wasser sorgt für eine sanfte Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit. So verwundert es nicht, dass immer mehr gesunde Wasserkurse in den Schwimmbädern und Schwimmvereinen angeboten werden.

Übungen und Text: Christian Kunert

  1. Wasser-Fahrrad
    © Christian Kunert

    © Christian Kunert

    Legen Sie sich mit dem Oberkörper auf eine Poolnudel und klemmen Sie diese auf Brusthöhe unter den Armen ein. Ahmen Sie im Schwebezustand mit den Beinen die Bewegung des Radfahrens nach. Alternativ können Sie beide Beine gleichzeitig Richtung Brust anziehen und anschließend wieder weg strecken. In diesem Fall ergibt des Anziehen und Strecken der Beine einen fließenden Bewegungsrhythmus.

  2. Treppensteiger
    © Christian Kunert

    © Christian Kunert

    Stellen Sie sich hüftbreit in etwa brusttiefes Wasser. Mit einem Fußtreten Sie auf eine Poolnudel. Nun lösen Sie diesen Fuß mit der Poolnudelvom Boden, wobei Sie das Knie bis auf Hüfthöhe anheben (siehe Bild). Anschließend strecken Sie das Bein wieder zum Boden.Das Anheben und Strecken des Beines ergibt einen fließendenBewegungsrhythmus. Trainieren Sie beide Beine im Wechsel.

  3. Ruderer
    © Christian Kunert

    © Christian Kunert

    Stellen Sie sich hüftbreit in Schrittstellung in etwa brusttiefes Wasser. Halten Sie die Poolnudel unter der Wasserlinie waagerecht vor Ihrem Körper, etwa schulterweit gefasst und mit ausgestreckten Armen. Ziehen Sie die Poolnudel bis etwa zum Bauch zu sich heran (siehe Bild) und drücken Sie sie anschließend wieder von sich weg. Das Heranziehen und Wegdrücken der Poolnudel ergibt einen fließenden Bewegungsrhythmus.

  4. Ringer
    © Christian Kunert

    © Christian Kunert

    Stellen Sie sich hüftbreit in etwa brusttiefes Wasser. Greifen Sie die Poolnudel an den Enden und halten Sie sie unter der Wasserlinie waagerecht vor Ihren Körper. Drücken Sie nun die Poolnudel vor dem Körper zusammen, wobei der Oberkörper leicht nach vorne geneigt wird und die Ellbogen nach außen zeigen (siehe Bild). Anschließend wird die Position wieder geöffnet. Das Zusammendrücken und Öffnen der Poolnudel
    ergibt einen fließenden Bewegungsrhythmus.Für die Übungen 1 bis 4 gilt: Führen Sie je nach körperlicher Fähigkeit die Übung ein bis zwei Minuten durch. Atmen Sie ruhig weiter, am besten fließend mit Ihrer Bewegung. Steigern Sie die Belastungsintensität und die Bewegungsgeschwindigkeit langsam und nur so stark, so dass Sie sich zu jeder Zeit noch locker unterhalten könnten. Legen Sie nach jeder Übung eine Pause von einer bis zwei Minuten ein und wiederholen Sie jede Übung zwei bis drei Mal.

  5. © Christian Kunert

    © Christian Kunert

    Schweben
    Legen Sie sich in Rückenlage auf Poolnudeln, wobei mindestens eine
    Poolnudel den Rücken und eine die Beine unterstützt. Lassen Sie sich auf der Wasserlinie durch die Unterstützung dieser Auftriebshilfen treiben. Schließen Sie die Augen und entspannen Sie sich.
    (Hinweis: Achten Sie vor Übungsbeginn auf Personen und Gegenstände,
    z.B. den Beckenrand, in Ihrem Umfeld und lassen Sie sich bei Bedarf durch
    einen Partner unterstützen, so dass Sie ganz entspannt sein können.)
    Variante 1: Achten Sie bei geschlossenen Augen mit Ihrer Wahrnehmung auf Außengeräusche oder Spannungszustände der Muskulatur.
    Variante 2: Lassen Sie sich zunächst ruhig treiben. Spannen Sie dann gezielt bestimmte Muskelgruppen an, beispielsweise das Gesäß. Nach dem „Fühlen“ dieser Spannung wird die Muskelgruppe wieder gelöst, wobei Sie diese Lösung ebenso bewusst wahrnehmen sollen. Ihre Wahrnehmung wird während dieser Variation gezielt auf die Spannungs- und Entspannungszustände gerichtet.

© Christian Kunert

© Christian Kunert

Christian Kunert ist Diplom-Sportlehrer sowie Buchautor und gilt als internationaler Experte im Fitness- sowie Gesundheitssport, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, trainingswissenschaftliche Theorien für die Sportpraxis leb- und anwendbar zu machen.

 

© Mark Warnecke

© Mark Warnecke

>>> Experten-Tipp: Schwimmweltmeister und Orthopäde Mark Warnecke empfiehlt Aquafitness
„Ob Schwimmen oder Aquafitness, ganzheitlich orientierter Gesundheitssport im Wasser hat viele positive Effekte auf den Körper. Wasser besitzt eine um das 800-fache größere Dichte als Luft, was zu einem erhöhten Widerstand führt. Das bedeutet, die gesamte Muskulatur wird bei Bewegungen im Wasser angesprochen, da dieser Widerstand immer vorhanden ist. Zudem lässt der Auftrieb des Wassers den Körper nur noch etwa zehn Prozent seines Gewichts wiegen.
Gelenkbelastungen wie an Land werden hierdurch zum Großteil aufgehoben. Somit ist die Bewegung im Wasser für alle Menschen, insbesondere auch für Menschen mit orthopädischen Erkrankungen, meist sehr geeignet. P.S.: Mit Aquafitness können Sie sogar messbare Ausdauerergebnisse erzielen.“